Isoflavone. Stoff für Naturals?

Isoflavone sind bislang im Bodybuilding noch weitgehend unbekannt. Doch das könnte sich vielleicht bald ändern, denn Untersuchungen bestätigen sehr interessante Eigenschaften und Nutzen der Isoflavone, die auch für leistungsorientierte Sportler hochinteressant sein dürften.

Was sind Isoflavone?
Isoflavone - auch Phytoöstrogene genannt - sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Im Grunde sind es also Östrogene auf Pflanzenbasis, die eine ähnliche Struktur aufweisen wie die menschlichen Östrogene und auch ähnliche Wirkungen entfalten. Isoflavone werden im menschlichen Darm in hormonähnliche, den Östrogenen verwandte Stoffe umgewandelt.

Isoflavone kommen in über 300 Pflanzenarten vor, besonders hochkonzentriert aber in Rotklee, Sojabohnen, Getreide, Nüsse, Beeren und Linsen. Von diesen Nahrungsmitteln wiederum enthält der Rotklee gleich vier der für die hormonähnliche Wirkung verantwortlichen Isoflavone (Genistein, Daidzein, Formononentin sowie Biochanin A) während Soja nur die ersten beiden in relevanten Mengen enthält. Der Rotklee enthält die größten Mengen und Konzentrationen an Isoflavonen und ist somit ein optimaler Lieferant für Isoflavone.

Wirkungsweise der Isoflavone
Es gibt Studien von renommierten Universitäten, die die Wirkungsweise der Isoflavone untersucht und belegt haben. So hat z. B. die Universität von Minnesota eine Studie durchgeführt, die nachwies, dass Isoflavone den Cholesterinspiegel senken helfen. Eine weitere Studie der Universität Wien hat die Wirkung der Isoflavone bei klimakterischen Beschwerden der Frau (Wechseljahrsbeschwerden) untersucht. Das Ergebnis ist beeindruckend: 84% der Testprobandinnen stellten eine signifikante Besserung ihrer Beschwerden fest.

Ebenfalls überzeugend ist die Tatsache, dass Vegetarier, die ja besonders viel Vollkorn- und Pflanzenkost essen sowie Japaner, die sich noch sehr traditionell ernähren eine deutliche geringere Rate an Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs aufweisen als andere Menschen.

Diese Ergebnisse und Beobachtungen über die Wirkungen der Isoflavone lassen sich dadurch erklären, dass sie die Aktivität intrazellulärer Enzyme sowie die Proteinsynthese modifizieren und die Wirkung von Wachstumsfaktoren verändern. Zudem beeinflussen sie die Vermehrung und Differenzierung von Tumorzellen. Im Körper wirken Isoflavone als schwache Östrogene und konkurrieren damit mit den stark wirksamen körpereigenen Östrogenen um die Rezeptoren. Auf das Körpergewebe können sie über die Rezeptoren dann antiöstrogene Wirkungen (z. B. auf das Fettgewebe) ausüben. Darüber hinaus regen sie die Produktion des sogenannten "Sex Hormone Binding Globuline" in der Leber an. Dieser Eiweißstoff wird dann ins Blut abgegeben und geht dort mit den Östrogenen eine so feste Bindung ein, dass diese biologisch nicht mehr aktiv sein können.

Nutzen für leistungsorientierte Sportler
Wenn man die oben beschriebene Wirkungsweise der Phytoöstrogene im menschlichen Körper versteht, wird auch schnell klar, warum sie durchaus sehr interessant für Sportler, und hier insbesondere für Naturals sein können, da diese auf die mächtigen Wirkungen der chemischen Hormone verzichten und so eine milde pflanzliche Alternative haben. Neben den allgemeinen gesundheitlichen Vorzügen wie Senkung des Cholesterinspiegels oder dem positiven Einfluss auf das Immunsystem sind im wesentlichen 3 Faktoren besonders interessant für Athleten:
>Steigerung der Proteinsynthese
>Antiöstrogene Wirkungen
>Stimmungsaufheller, reduziert Erschöpfung und fördert die Regeneration

Dosierung
Im allgemeinen wird eine Dosis von 80 mg Isoflavone pro Tag empfohlen. Hier liegen noch zu wenig Untersuchungen vor, um höhere Dosierungen als wirkungsvoller einzustufen. Rotklee ist die optimale Quelle für Isoflavone.

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