Setze Ziele - und gewinne!

Ziele. Ein Wort das wohl jeder kennt. Und jeder hat sie - zumindest sollte sie jeder haben. Und zumindest denkt jeder er hat sie. Doch die Realität sieht leider anders aus. Die meisten Trainierenden irren ziel- und orientierungslos durchs Studio und trainieren mehr oder weniger vor sich hin, ohne genau zu wissen, wohin die Reise eigentlich führen soll. Fragt man die Sportler im Gym nach ihren Zielen, so bekommt man meist Antworten wie "ich möchte Muskeln aufbauen", "ich möchte Fett verlieren" oder "ich möchte stärker" werden. Schön. Alles sehr löblich. Nur leider sind das keine konkreten Ziele. Zumindest sind sie nicht zielgerecht formuliert. Muskeln aufbauen könnte bedeuten, auszusehen wie Brad Pitt zu Fight Club Zeiten, könnte aber auch bedeuten, aussehen zu wollen wie Dennis Wolf in Olympia-Form. Stärker werden könnte bedeuten anstatt 100 kg auf der Bank zu drücken 102,5 kg zu bewältigen. Es könnte aber auch bedeuten, mehr als das Doppelte seines Körpergewichtes für X Wiederholungen drücken zu können. Ihr seht, Zielsetzung geht etwas über den Tellerrand hinaus.

Doch wie muss ein Ziel richtig formuliert sein - und warum überhaupt? In der Realität sieht man immer häufiger, dass die Personen, die ihre Ziele möglichst genau beschreiben und diese vor allem auch niederschreiben, deutlich häufiger und schneller erreichen, als Personen, die ihre Ziele im Kopf behalten und nur vom Grundriss her beschreiben. Das erste was ihr also tun solltet, ist euch über Ziele bewusst zu werden und diese aufzuschreiben. Dieser Aufschrieb sollte dann irgendwo platziert werden, wo ihr ihn immer wieder findet, sodass ihr sozusagen immer wieder daran erinnert werdet! Doch reicht es auch jetzt wieder nicht aus, einen Zettel zu nehmen und den Satz, den ihr bereits in eurem Kopf formuliert hattet, einfach niederzuschreiben. Ein Blatt Papier auf dem steht "ich will muskulöser werden" wird euch nicht weiterbringen. Versucht euer Ziel mit den folgenden Tipps zu formulieren:

1. Positive Formulierung
Das Gehirn kann keine Negationen verarbeiten. Daher solltet ihr euer Ziel grundsätzlich positiv formulieren. Anstatt "bei meiner nächsten Körperfettmessung möchte ich nicht mehr so viel Körperfett haben wie bei der letzten Messung" solltet ihr lieber schreiben "bei meiner nächsten Körperfettmessung erreiche ich X%".

2. Keine Vergleiche
Ebenso sollten keine Vergleiche angestellt werden. Das Gehirn ist ebenfalls nicht in der Lage mit Vergleichen zu arbeiten, denn es bleibt offen, worauf die Aufmerksamkeit genau gerichtet werden soll. 

3. Präzision
Wenn ihr euch ein Ziel formuliert, dann sollten konkrete Hinweise auf das WAS, das WANN und das WIE gegeben sein. Schreibt nieder wie ihr das Ziel erreichen wollt, was ihr dafür tun wollt und bis wann ihr es erreicht haben wollt.

4. Realistisch
Bleibt aber immer realistisch. Auch wenn ihr gerne wie Markus Rühl aussehen wollt, so ist es doch relativ unrealistisch dies, wenn überhaupt, innerhalb weniger Wochen oder Monate zu erreichen. Schätzt euch selbst und ehrlich ein oder holt euch den Rat eines Außenstehenden.

5. Einfach und überschaubar
Realistische Ziele sind meist simpel und überschaubar. Versucht nichts zu verkomplizieren. Je komplizierter und unüberschaubarer alles ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euer Ziel erreicht. Also steckt euch auch nicht zu viele Ziele auf einmal, sondern gestaltet Teilziele. Eine Art Rangliste, die ihr nach und nach abarbeiten könnt. Als Beispiel könnte folgendes dienen:

Schritt 1: Aufbau von 1 kg Muskelmasse innerhalb der nächsten 6 Monate
Schritt 2: Reduzierung des Körperfettgehaltes auf unter 10% in den danach folgenden 3 Monaten

Diese Formulierung ist überschaubarer als: Aufbau von 1 kg Muskelmasse bei Reduzierung des Körperfettanteils innerhalb der nächsten 9 Monate.

6. Selbst kontrollierbar
Gestaltet eure Zielformulierung so, dass ihr es selbst in der Hand habt und bei der Zielerreichung nicht von anderen oder äußeren Einflüssen abhängig seid. Nur so habt ihr es selbst in der Hand was ihr aus euren Zielen macht. Dadurch gibt es keine Ausreden mehr!

Wenn ihr Ziele mit Hilfe der genannten 6 Punkte aufgeschrieben habt, dann verinnerlicht diese Ziele auch! Spielt mit der Attraktivität dieser Ziele. Ihr werdet sehen, all das wird euch helfen, euch auf eure jeweiligen Ziele zu fokussieren. Irgendwann wird es zu einem inneren Drang, dieses Ziel, dieses Gefühl und diese im Kopf entstandene Vision zu erreichen!

Und jetzt holt euch Zettel und Stift und legt los...

Tags: Training

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