Beweglichkeit und Mobility – wie wichtig ist sie?

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Wenn ich mir die Sportwelt ansehe, gibt es gefühlt zwei Extreme: Die einen, die vor und nach jedem Training eine halbe Stunde auf Blackrolls herumturnen und sich stretchen, die anderen, die kalt und steif ihr Training starten.



Was es ist

Mobility bzw. Beweglichkeit – nenn es, wie du möchtest – ist die Schwingweite, in der wir Bewegungen ausführen können. Also z. B., wie hoch du dein Bein heben kannst. Sie ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Auf der einen Seite von der Beschaffenheit deines Bindegewebes. Dieses kannst du durch Beweglichkeitstraining anpassen. Auf der anderen Seite von der knöchernen Struktur der Gelenke. Diese kannst du durch kein Mobility Training der Welt verändern, sie gibt den individuellen Rahmen vor, in dem du beweglicher werden kannst.


Leistung und Gesundheit

Was Beweglichkeit für dich bedeutet, hängt von deinen Zielen ab. Im Leistungssport hat eine hohe Beweglichkeit teils Vor- und teils Nachteile. Für gesundes, geschmeidiges Bewegen ist sie allerdings essenziell – sofern du sie auch kontrollieren kannst.


Beweglichkeit vs. Bewegungskontrolle

Eine gute Beweglichkeit ist erst einmal vorteilhaft. Du kommst mühelos in verschiedenste Positionen und kannst neue Bewegungen leicht lernen – wenn du deine Gelenke auch in der vollen Schwingweite der Bewegung kontrollieren kannst. Du solltest jede Position wahrnehmen und dein Gelenk in ihr stabilisieren können.


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Sicherer

Wenn du in jedem Gelenk geschmeidig und beweglich bist, hast du schonmal einen Vorteil auf deiner Seite: Die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen sinkt. Natürlich musst du auch wissen, wie du dich richtig bewegst. Die beste Hüftbeweglichkeit schützt dich nicht vor Bandscheibenschäden, wenn du schwere Gegenstände mit gebeugtem Rücken hebst. Die Beweglichkeit ist lediglich ein Teil des Fundaments für einen langfristig gesunden Körper.


Mobility im Kraftsport

Im Kraftsport profitierst du mit einer besseren Beweglichkeit von größeren Bewegungsumfängen im Training. Dadurch kannst du Muskeln effizienter trainieren. Bist du beweglich, kannst du außerdem viele Übungen sauberer Ausführen – z. B. Kreuzheben und Kniebeugen. Hier muss für eine optimale Ausführung lediglich differenziert werden, welche Bewegungsebene die Struktur deiner Hüfte vorgibt. Entsprechend stellt man dann deine Kniebeugen oder Kreuzhebetechnik individuell ein.


Mobility Training

Es gibt viele Methoden, die Beweglichkeit zu trainieren. Vor dem Krafttraining eignen sich dynamische Methoden am besten: du gehst nur ganz kurz (z. B. 2 Sekunden) in die gedehnte Position hinein und dann sofort wieder heraus. Kein langes, statisches Stretchen vorm Krafttraining! Wenn du öfter als 2 mal pro Woche trainierst auch nicht danach. Nach einem Mobility Training hast du kurzfristige Effekte – du kannst dich ein bisschen besser bewegen. Bis du langfristig beweglicher wirst, kann es ein paar Monate dauern. Integriere eine kleine Mobility Routine, die zu deinen Zielen passt, also am besten einfach in dein Warmup, dann ist das Thema effektiv abgehakt.


Hast du weitere Fragen dazu? Gerne hier oder bei Instagram.

Viel Spaß beim Trainieren und beweglicher werden!


Herzliche Grüße,
Vincent Braukämper
Strength & Performance Coach


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Tags: Training

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